Über mich

Ich bin Jannik. In Aschersleben ging ich zur Schule und in Köthen habe ich studiert. Auch wenn ich nicht hier geboren wurde, begreife ich Sachsen-Anhalt als meine Heimat. Viele mit denen ich hier aufwuchs, leben jedoch nicht mehr hier.
Zu niedrige Löhne, Armutsrenten, marode Schulen und explodierende Pflegekosten - noch immer prägt die von uns nie persönlich erlebte Wende meine Generation. Dass das Geld nicht reicht und die Zukunft unsicher ist, kenne ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Ich selbst bin gemeinsam mit meinem jüngeren Bruder und unserer alleinerziehenden Mutter auf beengtem Raum aufgewachsen. Auch die Erzählungen meiner Eltern und Großeltern, die Anfang der 90er Jahre von Rumänien nach Deutschland kamen, prägen meinen Blick bis heute.
Und wenn ich heute in der Regionalbahn die Gespräche neben mir mitbekomme, in der Sozialsprechstunde mit älteren Mitbürgern rede oder mit meinen Freund*innen spreche, dann weiß ich: Existenzielle Unsicherheit über zu niedrige Renten, Angst eine Familie zu gründen, in die Armut abzurutschen oder nie aus ihr herauszukommen sind heute die Realität vieler Menschen in der Region. Für viele ist heute noch der Wegzug die einzige Perspektive. Das haben die regierende CDU und Co. zu verantworten: Sie ruinieren unsere Stadtteile und stiften die soziale Ungleichheit, auf deren Boden sich jetzt der Faschismus wieder ausbreitet.
Ich will anpacken. Ich will den Faschisten diesen Boden entziehen und das Leben konkret besser machen: Das geht nur im Viertel und praktisch im Alltag. Wenn ich gewählt werde, werden wir mit dem Abgeordnetengehalt einen neuen, offenen Nachbarschaftstreff aufbauen, von dem jeder etwas hat. Mir ist der Aufbau einer Sozialsprechstunde und die Unterstützung von bestehenden Initiativen im Viertel besonders wichtig, um meine politische Arbeit im Alltag zu verankern, ansprechbar zu sein und die Stimmen aus der Stadt in den Landtag zu tragen. Wir wollen zeigen, dass nur Die Linke einen Unterschied in den täglichen Auseinandersetzungen macht. Ich werde mein Gehalt als Abgeordneter auf 2.750 € netto begrenzen, das durchschnittliche Einkommen in Deutschland. Das restliche Geld gebe ich in die Nachbarschaft zurück.
Ich kandidiere für den Landtag, weil wir Politik anders machen müssen. Für Menschen, die wie wir früher als Geschwister einer alleinerziehenden Mutter auf engem Raum aufwachsen und mehr vom Leben verdienen. Ich kandidiere für meine Mitschüler, die heute nicht mehr in Sachsen-Anhalt leben, weil ihnen die CDU ihre Zukunft hier genommen hat. Aber ich kämpfe auch für die jungen Leute der Gegenwart, die sich eine durchsetzungsstarke Perspektive auf Ostdeutschland wünschen und eine Zukunft hier wollen.
Seite wurde am 18. Juni 2026 gedruckt. Die aktuelle Version gibt es unter https://www.jannik-balint.de/ueber-mich/.